Back-Erfolg macht glücklich: Mein erstes Weißbrot

Vor Ewigkeiten sagte mir mal jemand:”Nichts macht so gute Laune wie Erfolg.” Nun ja, da fallen mir noch einige andere Dinge ein, die glücklich machen. Aber etwas zu schaffen, vor dem man einigen Respekt hat, das hebt tatsächlich die Stimmung. Und wenn es nur darum geht, ein gutes Brot zu backen.

Es ist nicht ganz leicht, wirklich gutes Brot zu machen. Ich habe es vor Kurzem probiert und es wurde… ähem… unspannend, um es mal so auszudrücken. Das habe ich hier beschrieben. Seitdem habe ich mich ein wenig davor gedrückt, wieder Brot zu backen. Aber neulich packte mich der Ehrgeiz und ich habe mich wieder drangewagt, allerdings an eine sehr simple Brot-Variante: einfaches Weißbrot, ohne Hefe, ohne alles sozusagen.

Und es wurde lecker! Relativ luftig, richtig gesalzen, mit einer schönen Kruste. Ich war überrascht!! Mein Brot-Desaster von neulich war noch nicht so lange her, und nun sollte auf viel einfachere Weise etwas viel Besseres herausgekommen sein? Dieser Back-Erfolg hob meine Stimmung. Wahrscheinlich schlummerte doch ein Brot-Profi in mir, ich hatte ihm bisher nur keine Chance gegeben, sich zu zeigen. Ha!

Ganz so war es dann doch nicht… Inzwischen sehe ich dieses Weißbrot eher als ersten Schritt auf  meinem Weg der Brot-Kunst. Denn es war lecker, beeindruckte mich aber am meisten, als es frisch aus dem Ofen kam: Noch warm, außen knusprig, innen weich, sehr aromatisch. Perfekt mit Butter und groben Meersalz. Am nächsten Tag war es etwas trockener und weniger aromatisch, aber trotzdem noch gut. Doch zu einem sehr guten Brot fehlte eben noch etwas: Mehr Saftigkeit, vielleicht mehr Würze… Trotzdem hat mich dieser kleine Weißbrot-Erfolg motiviert, mich doch wieder ans Brotbacken zu wagen.

Hier das Rezept für einen kleinen Laib:

  •  250 g Mehl
  • 1 TL Salz (ggf etwas mehr!)
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 200 ml Milch oder Buttermilch

1. Heizt den Ofen auf 200 Grad vor. Die große Hitze ist wichtig für eine gute Kruste! Mischt in einer Schüssel Mehl, Salz und Backpulver. Gebt die Milch dazu und verrührt alles mit dem Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine, bis sich gerade eine teigige Masse bildet. Ihr dürft nicht zuviel kneten, das macht das Brot zu kompakt. Falls der Teig zu nass ist, gebt etwas Mehl dazu.

2. Gebt den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und formt einen flachen Laib daraus. Schneidet mit einem scharfen gezackten Messer ein Kreuz in die Oberfläche.

3. Gebt den Laib auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backt ihn im heißen Ofen 20 bis 30 Minuten. Vorsicht: Auch wenn das Brot außen gut aussieht, kann es im Innersten noch roh sein. Um zu prüfen, ob es ganz durch ist, holt das Brot kurz aus dem Ofen (mit einem Geschirrtuch oder Ofenhandschuh!), und klopft mit dem Finger gegen den Brotboden. Wenn es richtig hohl klingt, ist das Brot durchgebacken.

4. Wenn das Brot fertig ist, lasst es etwas auskühlen, und dann… genießen!

Was ist euer Back-Erfolg? Und wie kriegt ihr ein gutes Brot hin?

Süße Grüße!

4 Comments

  1. Liebes Törtchen,
    du warst meine Rettung an einem Abend, der brotlos zu enden drohte 😉
    Mal eben schnell ein brot gebacken UND es ist noch richtig gut geworden, das grenzt schon fast an Zauberei!
    Ich habe noch ein paar Kräuter zugefügt 🙂
    Liebe Grüße und DANKE!!

    • Liebe Brankica,
      vielen Dank, das freut mich!! Das mit den Kräutern muss ich auch ausprobieren! Vielleicht mit Rosmarin, oder auch mit getrockneten Tomaten…

      Liebe Grüße!

  2. mmh, das sieht sehr lecker aus! Brot backen sollte ich auch wieder mal!

    Alles liebe
    Yvonne

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