Aux Champs Élysées… tatatatata – “Paris in meiner Küche” von Rachel Khoo

In meinem Back- und Kochbuchregal wohnt seit Weihnachten ein neues Kochbuch. Das heißt, eigentlich wohnt es nicht im Regal, sondern zieht als Nomade zwischen Küche, Sofa oder Esstisch hin und her, weil ich es immer wieder hervorhole und darin blättere. “Paris in meiner Küche” habe ich vor einiger Zeit schon online entdeckt und bin gewohnheitsmäßig drumrum geschlichen, bis ich es nun zu meiner großen Freude geschenkt bekam.

Ich habe zwar keine besondere Bindung zu Paris, dafür aber zu Frankreich an sich. Umso besser, dass die Rezepte, die die Autorin Rachel Khoo in ihrem Buch vorstellt, durchaus nicht alle ausschließlich Paris-typisch, sondern auch in anderen Teilen Frankreichs vertreten sind: Feine Bistroküche, herzhafte Brote mit edlen Aufstrichen und deftige Fleischgerichte finden sich hier ebenso wie – besonders wichtig – Desserts und Küchlein. Ach, schon beim Durchblättern fühle ich mich wieder sehr französisch. Fehlt noch das Streifenshirt, die Baskenmütze und der rote Lippenstift und voilà – bin ich im schönsten Klischee-Paradies angelangt.

Ehrlich gesagt habe ich von Rachel Khoo vor Erscheinen dieses Buches noch nie etwas gehört. Eine kurze Recherche ergibt: Aus Langeweile in ihrem alten Beruf und aus Spaß am Backen begann die gebürtige Britin mit 26 Jahren in Paris eine Ausbildung als Patissière. Sie begeisterte sich immer mehr  fürs Kochen und Backen, probierte in ihrer winzigen Küche typische französische Rezepte aus und interpretierte diese auf zeitgemäße und oft vereinfachte Art neu. Daraus entstand fix ein Kochbuch und kurz darauf eine Fernsehshow auf BBC. Chapeau!

Die reine Zubereitung ihrer Rezepte dauert oft nicht länger als 30 Minuten, die meisten Zutaten sind im normalen Supermarkt erhältlich. Die Rezepte sind in die Rubriken Alltagsküche, Snack-Zeit, Sommer-Picknick, Aperitifs, Essen mit Freunden und Familie und Desserts eingeteilt. Großformatige Bilder der Gerichte und Fotocollagen von französischen Alltagssituationen machen viel Freude beim Blättern und vermitteln Pariser Flair. Kleine Anekdoten zu den Rezepten und Grundrezepte im Anhang vervollständigen das Buch.

Entgegen meiner sonstigen Vorliebe für Süßes habe ich als Allererstes den Makkaroni-Auflauf (Gratin de macaronis au fromage) mit Béchamelsauce ausprobiert. Herrlich simpel und köstlich herzhaft! Meine Favoriten zum Backen, die ich bald nachmachen möchte sind: Madeleines mit Lemon Curd, Rosmarin-Lavendel-Brot (Brot! Ich!) mit Ziegenkäse und Baisertörtchen mit Grapefruit.

Rachel Khoo: “Paris in meiner Küche”. Dorling Kindersley, 24,95 Euro.

Ist bei euch auch ein neues Kochbuch eigezogen? Wie muss ein Koch- oder Backbuch sein, damit es bei euch einziehen darf?

Süße Grüße!!

2 Comments

  1. Das ist echt ein wunderschönes Buch! Danke, dass ich gestern einen Blick reinwerfen durfte! Ich komme jederzeit gerne zum Verkosten oder auch zum gemeinsamen Kochen vorbei 😉
    Ich habe bisher erst ein Backbuch, welches ich mir auch nur aus Jobgründen angeschafft habe. Es ist nicht wirklich spektakulär aufgemacht, hat aber sehr gute, solide Rezepte drin. Und wie wir ja gestern rausgefunden haben, ist das Ciabattarezept eines, das sich sehen bzw. schmecken lassen kann.

    • Das machen wir! Und ich kann kaum glauben, dass du nur EIN Backbuch hast. Allerdings ein wirklich gutes. Vielleicht krieg ich damit auch mal gutes Brot hin…

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