Back-Basic: Mürbeteig

Die simplen Dinge sind oft die besten: Die Morgensonne, die durchs Fenster scheint. Der erste Kaffee des Tages. Frische Bettwäsche. Eigentlich nichts Besonderes, aber so gut! So ähnlich ist es mit meinen liebsten Back-Basics. Unter dieser Rubrik stelle ich euch Produkte, Zubereitungsarten oder Tricks vor, die ganz einfach funktionieren und das Backen schöner machen. Weil sie so vielseitig sind, so lecker oder so hübsch. Den Anfang macht das Allround-Talent in meiner Küche: Der Mürbeteig.

Als ich als Kind anfing zu backen, hab ich mich immer gefragt, wie meine Mutter das schafft, ohne Milch und nur durch das Kneten mit den Händen diesen schönen glatten Teig hinzukriegen. Ich mühte mir mit Mehl, Butter, Ei und Zucker immer einen ab und hatte am Ende nur ein paar Krümel und einen versauten Küchenboden zustande gebracht. Zur Freude meiner Mutter… Inzwischen weiß ich, worauf es ankommt: Auf das schnelle Verkneten und die kalte Butter. Mein Küchenboden ist nach dem Kneten zwar auch heute noch versaut. Aber wenigstens ist der Teig schön gleichmäßig.

Normalerweise wendet man für einen Mürbeteig die Formel 3:2:1 an. Zum Beispiel 300 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Zucker (hab ich das jetzt richtig gerechnet??). Eigentlich kommt es ja beim Backen nicht drauf an (ist ja sowieso schon egal, bei all den guten Sachen die in Keksen, Kuchen und Törtchen sind), aber ich mag es nicht, wenn Teige so fettig sind. Deswegen reduziere ich immer den Anteil der Butter etwas. Der Teig lässt sich trotzdem gut kneten. Sollte er doch mal etwas pappen, füge ich einen Spritzer eiskaltes Wasser zu den Zutaten, das klebt ihn etwas zusammen. Um dem Teig mehr Aroma zu geben, gebe ich immer noch etwas gemahlene Mandeln, Haselnüsse oder Zitronenschale dazu. Das gibt ihm etwas Struktur und mehr Geschmack. Hier ist das Rezept, das locker für eine Springform mit 28 cm Durchmesser reicht:

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 150 g kalte Butter in kleinen Stücken
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Nach Belieben:
  • 2-3 EL gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 1/2 TL geriebene Zitronenschale

1. Alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben, die Platz genug lässt, um alles mit den Händen zu verkneten (sonst: Küchenboden…).

2. Die Zutaten schnell und gleichmäßig mit den Händen vermengen, dann kneten. Erst wird eine matschige Kugel entstehen, aber ihr müsst nur weiterkneten, bis die gesamte Masse gut vermengt ist. Ein guter Mürbeteig ist weich, hat eine leicht gelbliche Farbe und reißt leicht.

Der Mürbeteig lässt sich gut in gefettete Springformen, Kastenformen oder Tartelette-Förmchen drücken und mit Quark-Creme, Obst, Schokolade und vielen weiteren feinen Sachen belegen. Er ist ein Back-Basic, weil er viel Raum für Kreativität lässt: Egal, worauf ihr Lust habt, der Mürbeteig ist die ideale Grundlage dafür. Reste lassen sich gut einfrieren und warten auf den baldigen Back-Einsatz!! Zum Beispiel für ein saftiges Heidelbeer-Törtchen…

Süße Grüße!

 

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