Back-Basic: Rührteig

Auf manche Dinge kann man sich immer verlassen: Dass die Lieblingsjeans zu allem gut aussieht. Dass die Eltern am gleichen Tag der Abreise in den Urlaub eine sms schicken, um zu fragen, ob man gut angekommen ist. Dass die Scheibe Brot, die einem gerade aus der Hand fällt, auf der Marmeladenseite landet.

Mit meinen Back-Basics ist es genauso. Ich kann mich darauf verlassen, dass sie funktionieren und in allen möglichen Varianten gelingen. Wenn ihr die Back-Basics einige Male zubereitet habt, habt ihr genug Routine, um sie auch in Eile oder im Halbschlaf zu machen.

Dieser simple Rührteig eignet sich für Cupcakes, Kuchen und Törtchen. Probiert mit Früchten (je nach Saison zum Beispiel Äpfel, Pfirsiche, Kirchen, Himbeeren, Heidelbeeren) Schokosplits oder Nüssen aus, was euch am besten schmeckt. Soll es ein Schoko-Teig werden, gebt etwas Kakao oder geschmolzene Schokoladen dazu. Für etwas mehr Aroma mische ich auch in meinen Rührteig immer etwas gemahlene Mandeln, Haselnüsse oder Zitronenschale. Das macht ihn zwar etwas weniger fluffig, aber dafür facettenreicher.

Ich habe mich ewig gefragt, warum bei Rührteig eine spezielle Abfolge der Zubereitung eingehalten werden sollte und nicht alles gleich zusammengeschmissen wird: Erst soll man die Butter und den Zucker aufschlagen, dann die Eier nacheinander dazugeben. Dann erst wird ein Teil des Mehls (bei meinem Rezept zusammen mit der Stärke) zu der Eier-Butter-Zucker-Mischung gerührt, dann die Flüssigkeit, und dann der Rest des Mehls dazugemischt. Dabei soll nicht zu lange gerührt werden. Aber es heißt doch Rührteig???

Irgendwann habe ich erfahren, dass diese Abfolge wichtig für die weiche, luftige und saftige Konsistenz des Kuchens ist: Beim Aufschlagen der Butter und des Zuckers wird Luft in die Butter gebracht, gleichzeitig löst sich der Zucker, der für die nötige Festigkeit sorgt. Die Eier geben dem Kuchen Struktur und Saftigkeit und vereinen alles zu einer homogenen Masse. Das Mehl soll nur so weit untergerührt werden, bis alle Zutaten miteinander glatt vermengt sind. Denn zu langes Rühren lässt den Teig zäh und den Kuchen zu fest werden. Dem Ganzen liegen chemische bzw. physikalische Prozesse zugrunde, die für das perfekte Back-Ergebnis verantwortlich sind. Aha. Kein Wunder, dass ich so lang gebraucht habe, um das zu begreifen. Ich erinnere mich allerdings an eilig zusammengeworfene Zutaten, die nicht das gleiche Produkt ergaben, wie ein sorgfältig zubereiteter Rührteig. Deswegen: step by step.

Wenn der Kuchen erst mal im Ofen ist, könnt ihr euch Gedanken über die Dekoration machen. Puderzucker, gehackte Mandeln oder Zuckerguss sind eine schnelle Verzierung. Wenn es etwas aufwendiger sein soll, könnt ihr noch ein Frischkäse-Topping, eine Schmand-Creme oder einfach geschmolzene Schokolade auf das Gebäck geben.

Hier das Rezept für eine normale Springform bzw. 20 kleine Cupcakes:

  • 200 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 175 g Mehl
  • 75 g Speisestärke
  • 2 TL Backpulver
  • 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse oder 2 TL geriebene Zitronenschale
  • 75 ml Milch

1. Schlagt Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Rührschüssel schaumig auf. Gebt die Eier nach und nach dazu und verrührt alles gleichmäßig, aber nur so lange, bis die Eier mit der Masse vermengt sind.

2. Mischt Mehl, Stärke und Backpulver, siebt die Hälfte davon zur Eier-Zucker-Butter-Mischung und verrührt es. Gebt die Milch dazu und vermischt wieder alles. Mischt die Mandeln und das restliche Mehl unter und verrührt alles zu einem glatten Teig. Zum Schluss gebt ihr die kleingeschnittenen Früchte, die Schokosplits, Nüsse oder was auch immer in den Teig und vermengt alles vorsichtig.

3. Füllt den Teig in die gefettete Springform bzw. in die Cupcake-Förmchen und streicht ihn glatt. Backt den Kuchen bei 180 Grad Umluft auf der untersten Stufe. Eine Springform sollte etwa 40 Minuten im Ofen bleiben, Cupcakes etwa 12 bis 15 Minuten. Da jeder Ofen anders ist, achtet bitte darauf, dass euer Gebäck nicht zu braun wird und nehmt es evtl. früher raus. Um zu testen, ob der Kuchen bzw. die Cupcakes gut sind, stecht mit einem Metall- oder Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn wenige kleine Krümel daran hängen bleiben, ist er gut.

5. Jetzt geht’s ans Verzieren! So wird der Basic-Kuchen noch schöner.

Was ist euer Basic-Lieblingskuchen? Und wie verziert ihr ihn?

Süße Grüße!

4 Comments

  1. Liebe Rese,
    ich mache solch einfache Cupcakes bzw. dann eher Muffins gerne mit meinen Schülern. Neben Schokotröpfchen jubel ich ihnen dann immer noch ein bißchen Obst, meist welches, das wir frisch auf dem Markt kaufen konnten, unter.
    Mein Lieblingstopping für die Schüler, da sie mit dem Essen nicht so lange warten können bis die Küchlein abgekühlt und schön verziert sind, ist ein einfacher Streuselteig, der direkt mitgebacken wird.
    Persönlich steh ich aber total auf Frischkäsefrosting!!!

    • Liebe Luzie,
      Streusel auf den Muffins sind auch superlecker! Und sind schnell und einfach gemacht. Ich mache sie am liebsten mit braunem Zucker, so schmecken sie ein bisschen karamellig.
      Lieben Gruß,
      Rese

  2. LittleMissElephant

    Hallo Zusammen,
    ich denke erhält aus dem Teig 20 mini Cupcakes, oder?
    Reicht der Teig auch für 12 “normal” große Cupcakes?

    Einen schönen Samstag
    Feli

    • Hallo, richtig, es reicht für 20 kleinere Cupcakes und etwa 10 normale (kommt immer etwas auf die Größe der Förmchen an). Süße Grüße!

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