Back-Special: Torta di mele meiner Mama

Heute gibt es endlich mal wieder ein Back-Special, in dem ich ein bewährtes Rezept aus meiner Familie vorstelle. Diesmal geht es um ein Rezept von meiner Mama, das sie schon vor 25 Jahren gebacken hat: “Torta di mele”, auf deutsch Apfelkuchen. Genauer gesagt, toskanischer Apfelkuchen. Es ist ein sehr simples Rezept für einen saftigen, reichhaltigen, Rührteig mit fein geschnittenen säuerlichen Äpfeln. Sehr gut als Abschluss eines italienischen Menüs, noch warm mit einer Kugel Vanille-Eis serviert.

Wie jede Tochter finde ich die Gerichte meiner Mama köstlich, und dieses hier katapultiert mich – wie alle guten Familienrezepte – wieder in meine Kindheit zurück. Meine Mama steht in der Küche, kocht und brät nach einer anstrengenden Arbeitswoche noch für den Wochenendbesuch, schmeißt sich kurz darauf in ein schickes Kleid und gerade bevor es klingelt, rührt sie noch die Torta di mele an. Ich sitze staunend am kleinen Küchentisch daneben und frage: “Mama, wie machst du das denn alles, und jetzt noch der gute Kuchen?” – Ach, Kind, der geht ganz schnell, das Einfachste von der Welt!” Das sagt sie immer, wenn sie mir Mut machen will. Oder auch “Immer einen Schritt nach dem anderen.” Meine Mama weiß eben, wie es geht.

Tatsächlich hat sie dieses Rezept während einer ihrer ersten Reisen mit meinem Papa in die Toskana entdeckt, irgendwann in den 80ern. Seitdem habe ich zahlreiche Ferien in dieser schönen Gegend verbracht und zahlreiche toskanische Apfelkuchen gegessen. Dieses Jahr habe ich nach 18 Jahren wieder Toskana-Urlaub mit meinen Eltern gemacht, und was soll ich sagen… Es war wie früher! Herrlich, entspannt, beruhigend. Um das zu feiern, habe ich in dem kleinen Häuschen, das wir bewohnen durften, mit sehr begrenzten Mitteln die Torta di mele gebacken. Hat geschmeckt wie immer, denn es ist ja das Einfachste von der Welt.

Hier das Rezept für eine mittelgroße Auflaufform (ca. 30 x 20 cm):

Zutaten:

  • 5 feste säuerliche Äpfel
  • etwas Zitronensaft
  • 
2 Eier
  • 
300 g Zucker
  • 
1 Beutel Vanillezucker
  • 100 g flüssige Butter
  • 100 g Mehl
  • 
1/2 Päckchen Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 
Butter und Mehl für die Form
  • 
Puderzucker zum Bestäuben

1. Heizt den Ofen auf 180 Grad vor. Fettet die Auflaufform und stäubt sie mit Mehl ein. Schält, viertelt und entkernt die Äpfel. Schneidet sie in sehr schmale Spalten oder hobelt sie gleich mit dem Gemüsehobel (fehlte mir natürlich…). Beträufelt die Äpfel sofort mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden.

2. Verrührt die übrigen Zutaten gründlich mit dem Schneebesen, aber bitte nicht schlagen. Der Teig sollte glatt und dickflüssig sein. Hebt die Äpfel vorsichtig unter.

3. Gebt den Teig in die Form und backt ihn im heißen Ofen bei 180 Grad Umluft auf der unteren Schiene für etwa 45 Minuten. Da jeder Ofen anders ist, achtet bitte darauf, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird. Wenn die Oberfläche goldgelb und an den Rändern leicht knusprig ist und an einem reingesteckten Stäbchen keine Krümel hängen bleiben, ist er gut. Holt den Kuchen aus dem Ofen und lasst ihn etwas auskühlen.

4. Bestäubt die Torta mit etwas Puderzucker. Am besten schmeckt sie noch warm, hält aber im Kühlschrank noch bis zu 2 Tage. Dazu passt natürlich Vanille-Eis, Sahne, Crème fraîche, alles, was mager und leicht ist…

Was ist euer Lieblingskuchen eurer Mama?

Süße Grüße!

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