Back to basics: Ein Herz für Klassiker mit Schmandtörtchen

In Kooperation mit dem EMF Verlag. Die meisten Leute, die ich kenne, sagen Sätze wie “Ich koche lieber als dass ich backe. Kochen ist doch viel kreativer, beim Backen muss man so genau sein!“. Das  hab ich noch nie verstanden. Wenn jemand nicht genau ist, dann bin ich das! Kann natürlich an meiner Aversion gegen Zahlen liegen… Und ich backe dennoch besser als ich koche. Meine Mutter ist auch eine derjenigen, die lieber und besser kocht als backt. Wenn sie uns, meinen Brüdern und mir, früher doch etwas gebacken hat, waren es immer ganz klassische und simple Kuchen. Und die sind ja eh die besten.

Daher habe ich  mich über den Neuzugang in meinem Backbuch-Regal besonders gefreut: In „Ein Herz für Klassiker“ stellen die Autorinnen Sara Plavic und Tamara Staab ihre liebsten klassischen Rezepte vor. Von Käsekuchen über Nussecken bis hin zu Donauwelle sind alle Rezepte dabei, die wir noch aus unserer Kindheit kennen. Das Besondere: Jedes Rezept wird einmal klassisch vorgestellt und einmal zeitgemäß interpretiert. Aus dem traditionellen Käsekuchen werden also Käseküchlein aus dem Glas. Die Donauwelle wird zu Donauwellen-Cupcakes und Marmorkuchen wird zu marmorierten Pfannkuchen. Eine feine Idee! Denn ich liebe einfache und bewährte Rezepte, aber mag eben die moderne Präsentation der Kuchen: in stylischen Cupcake-Förmchen, im Glas, als Riegel… 

Diesmal hat es mir der Schmandkuchen angetan, der hier im Buch aus einem luftigen Rührteig, einer feinen Creme aus Schmand und Sahne und frischen Beeren besteht, leicht mit Zucker und Zimt bestreut (meine Mama hat ihn immer mit Mandarinen gemacht und dick (!!) mit Zucker und Zimt bestreut, auch köstlich). Die modernen Törtchen sind vom Rezept ganz ähnlich, nur eben als Törtchen. Statt frische Beeren zu verwenden, habe ich ein kleines Erdbeerkompott gemacht. Das Ganze ging so fix und schmeckte so frisch und sommerlich! Wird es in der nächsten Zeit öfter im Hause „Kleines Törtchen“ geben…

Hier das Rezept  – von mir leicht abgewandelt – für etwa acht kleine eckige Törtchen:

Zutaten:

Für den Teig:

  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 /2TL Vanilleextrakt
  • 2 Eier
  • 90 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 60 ml neutrales Öl (z. B. Raps)
  • 75 ml Sprudelwasser

Für den Belag:

  • 250 ml Sahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Schmand
  • etwa 15 mittelgroße Erdbeeren
  • 1 EL Zucker
  • Zimtzucker

1. Mischt das Mehl mit Backpulver. Schlagt die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker dickcremig auf. Gebt das Öl und das Sprudelwasser in dünnem Strahl dazu und verrührt alles. Rührt nun die Mehlmischung unter, so dass ihr einen glatten Teig habt.

2. Füllt den Teig in eine rechteckige Form (z. B. 20 x 30 cm), streicht ihn glatt und backt ihn im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad Umluft auf der mittleren Schiene für etwa 20 Minuten. Da jeder Ofen anders ist, achtet bitte darauf, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird. Wenn die Ränder goldbraun sind und beim Reinstechen mit einem Stäbchen in der Mitte keine Krümel mehr kleben bleiben, ist er gut. Nehmt ihn aus dem Ofen uns lasst ihn gut auskühlen.

3. Wascht und putzt  in der Zwischenzeit die Erdbeeren, und schneidet die Hälften kleine Stückchen. Gebt alle Erdbeeren in eine kleinen Topf und kocht sie mit etwas Wasser (etwa zwei Fingerbreit im Topf) und einem EL Zucker zu einem leichten Kompott. Lasst es ebenfalls abkühlen.

4. Schlagt die Sahne steif und lasst dabei den Zucker einrieseln. Mischt die Sahne mit dem Schmand zu einer Creme. Schneidet aus dem Teig rechteckige Stücke aus und bestreicht diese mit einem Klecks der Creme.

5. Verteilt das Erdbeerkompott auf den Törtchen (je eine große und ein paar kleine Stückchen) und bestreut sie mit einem Hauch Zimtzucker.

Herrlich!! Ich liebe diese Törtchen und freu mich, dass sie auch mit Erdbeeren funktionieren. Sie sind leicht und passen zu einem fröhlichen Sommerpicknick. Lasst euch inspirieren von dem Buch „Ein Herz für Klassiker“ von Sara Plavic und Tamara Staab aus dem EMF Verlag, Preis 17,50 Euro.

Süße Grüße!

One Comment

  1. Kathrin Birr

    Liebe Rese,
    wie köstlich die kleinen Kuchenstückchen aussehen! Im Moment kann ich mir zwar nicht vorstellen, den Backofen anzuschmeißen (gefühlt könnte der Kuchen bei den derzeitigen Temperaturen auch auf dem Küchentisch garen) – aber Du hast mir mal wieder eine ganz feine Inspiration beschert! Am übernächsten Wochenende bringe ich Dir leckeres Apfelmus mit, hausgemacht aus den Äpfeln von unserem Baum! Vielleicht fällt Dir ein schönes Rezept dazu ein?
    Küsschen und liebste Grüße an Mann und Mäuse,
    Kathrin

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