Ganz klassisch: Deutscher Käsekuchen

Es gibt ja so Zutaten beim Backen (oder auch beim Kochen), darüber scheiden sich die Geister. Entweder man liebt sie oder hasst sie. Bei mir sind das einerseits (Hass!) Kokosraspeln. Dieses Geknurpsel zwischen den Zähnen, wenn man drauf beißt! Furchtbar. Oder Kümmel. Wenn ich in ein frisches knuspriges Kürbiskernbrötchen beiße, auf das sich zufällig vom daneben liegenden Kümmelbrötchen ein Kümmelkorn verirrt hat, könnte ich ausrasten. Andererseits gibt es da Karamell oder weiße Schokolade (Liebe!). Und eben Rosinen. Die liebe ich im Brötchen, im Müsli, im Käsekuchen. Jedenfalls wenn es so ein schöner altmodischer deutscher Käsekuchen ist, wie der, den ich neulich gebacken habe.

Inspiriert von einem Rezept aus einem alten und inzwischen sehr fleckigen, zerfledderten Rezeptbuch meiner Mama, habe ich eine eigene Version kreiert, die ganz einfach ist und nicht viel Zeit braucht.

Hier das Rezept für eine kleine Springform von etwa 18 cm Durchmesser:

Zutaten:

Für den Teig:
210 g Mehl
1 Prise Salz
140 g Butter
75 g Zucker
1 Ei

Für die Käsemasse:
250 g Quark (kein Magerquark!)
75 g Zucker
2 TL Vanillezucker
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
je 1 gestrichener EL Mehl und Speisestärke
3 Eier
25 g zerlassene Butter
2-3 EL Rosinen
1/2 Tasse Orangensaft

Außerdem:
Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Fett und Mehl für die Form

1. Knetet aus allen Zutaten für den Teig einen geschmeidigen Mürbeteig. Formt ihn zu einer Kugel und kühlt diese für mindestens eine Stunde im Kühlschrank. Fettet und mehlt die Springform ein. Rollt den Teig aus und kleidet die Form damit aus, begradigt den Rand etwas. Stecht den Boden mit einer Gabel ein, gebt die Hülsenfrüchte darauf und backt den Teig bei 180 Grad Umluft auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten vor.

2. Weicht die Rosinen im Orangensaft etwas ein. Verrührt den Quark, den Zucker, Vanillezucker, die Zitronenschale, das Mehl, die Stärke und das Eigelb zu einer glatten Creme. Schlagt das Eiweiß in einem hohen Rührbecher steif und zieht es unter die Creme. Gebt die eingeweichten Rosinen und einen Esslöffel vom Orangensaft dazu und füllt die Masse auf den vorgebackenen Mürbeteig (die Hülsenfrüchte habt ihr natürlich vorher entfernt!).

3. Backt den Kuchen bei gleicher Temperatur für etwa 40 Minuten. Da jeder Ofen anders ist, achtet bitte darauf, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird (falls das doch passiert hilft eine feine Staubschicht Puderzucker…) Wenn die Käsemasse fest ist, der Teigrand goldbraun und die Oberfläche gelbgold, ist der Kuchen gut. Stellt den Ofen ab, öffnet die Tür nur ein wenig und lasst den Kuchen etwa 20 Minuten abkühlen. Holt ihn dann aus dem Ofen und lasst ihn vollständig auskühlen.

Ich finde den Käsekuchen so schön altmodisch und passend, um den Sonntag Nachmittag auf der Couch einzuläuten. Was meint ihr?

Süße Grüße!

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*