Ich bin sauer: Johannisbeer-Gugls

Kennt ihr diese Tage, an denen nichts Besonderes vorgefallen ist, eigentlich ist alles in Ordnung, aber trotzdem ist man mies drauf? Ich könnte dann jeden anspringen, der mich schief anschaut. Für gewöhnlich nehme ich dann im Laufe des Tages eine Nichtigkeit – ein nicht weggeräumter Teller, eine spaßig gemeinte Bemerkung – zum Anlass, um endgültig (und ziemlich lautstark) zu platzen. Was bei meinem Umfeld natürlich auf Unverständnis stößt. Bevor ich dann aber lang und breit erkläre, warum ich mies drauf bin (weiß ich ja eh nicht so genau), knurre ich lieber eine Entschuldigung und verziehe mich abends in meine kuschelige Sofaecke. Mit einem Buch und einem sogenannten Süß-Teller.

Auf diesem Teller befinden sich üblicherweise ein Stück Selbstgebackenes, mindestens zwei verschiedene Rippen Schokolade und ein Keks oder ein Bonbon. Wenn es ganz schlimm ist, auch noch eine saure Gurke (also, von Haribo, nicht aus dem Glas!). Im allerbesten Fall gibt es noch einen Cappuccino dazu. Kissen im Rücken, Decke auf die Füße – so sieht die Welt schon anders aus.

Als Teil des Süß-Tellers vertrieben mir vor Kurzem die kleinen Johannisbeer-Gugls aus dem wunderbaren Backbuch von Fräulein Klein, erschienen im Callwey Verlag, den Frust. Ha, vielleicht, weil die Säure der Johannisbeeren zu meiner Stimmung passte?!

Hier das Rezept für 12 Mini-Gugls:

  • 100g Johannisbeeren
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 50 g weiße Schokolade
  • 120 g Butter
  • 2 Eier
  • 1 Eck Bourbon-Vanillezucker
  • 80 g Zucker
  • 2 EL Orangensaft
  • 120 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

1. Schlagt die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig auf. Fügt die Eier hinzu und rührt das Ganze cremig. Reibt die Schokolade fein und hebt sie unter.

2. Mischt das Mehl mit den Mandeln und dem Backpulver und rührt diese Mischung unter die Eimasse. Hebt die gewaschenen und verlesenen Johannisbeeren zusammen mit dem Orangensaft vorsichtig unter den Teig.

3. Füllt den Teig in die Gugl-Förmchen und backt sie bei 180 Grad etwa 15-20 Minuten (Stäbchenprobe!). Da jeder Ofen anders ist, achtet bitte darauf, dass die Gugls nicht zu dunkel werden.

4. Nehmt die Gugls aus dem Ofen und lasst sie auskühlen, löst sie dann erst aus der Form, sonst können sie brechen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr sie noch mit Zuckerguss verzieren. Puderzucker geht aber auch…

Und, noch sauer?? Also, mit diesen Gugls geht es mir gleich besser.

Süße Grüße!

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*