Mein erstes Mal: Johannisbeerkuchen

Und allem Anfang wohnt ein Zauber inne… Der Beginn einer Freundschaft, ein neuer Job, eine Reise in ein unbekanntes Land oder der Umzug in eine neue Stadt – das sind Situationen, die meist etwas aufregend sind und an die man sich gern erinnert. So ähnlich geht es mir, wenn ich zum ersten Mal ein Rezept ausprobiere, das ich noch nie gemacht habe. Naja, nicht ganz so aufregend, aber ein bisschen. Ich finde es spannend, herauszufinden, wie die Zutaten miteinander harmonieren, wie man variieren kann und was besonders gut zu dem Kuchen, dem Törtchen oder dem Keks passt.

An manche Rezepte traue ich mich lange Zeit nicht heran, weil sie mir kompliziert erscheinen (Macarons!), oder weil ich glaube, dass die Produkte schwierig zu verarbeiten sind. Johannisbeeren flößten mir Respekt ein, weil sie so klein und empfindlich sind und außerdem ziemlich sauer. Aber gerade das hat mich auch gereizt: Die sauren Beeren in einen süßen Kuchen einzubetten, so dass eine himmlische Kombination entsteht…

Also dachte ich mir “Auf, auf, nur keine Schüchternheit!!”, kaufte an einem sonnigen Samstag ein Schälchen leuchtend roter Johannisbeeren und machte mich an die Arbeit. Inspiriert von einem klassischen schwäbischen Träubleskuchen, ist dieses Rezept entstanden. Wichtig ist das ausgewogene Verhältnis zwischen Süße und Säure. Das und das Zusammenspiel von knusprigem Mürbeteig und weicher Baisermasse macht diesen Kuchen für mich so “mjammjam”…

Die Basis ist mein Back-Basic, der Mürbeteig. Zutaten und Zubereitung findet ihr hier:

Restliche Zutaten:

  • 400 g Johannisbeeren
  • 180 g gemahlene Mandeln ohne Haut
  • 200 g Zucker
  • 40 g Speisestärke
  • 3 Eiweiße
  • 1 Prise Salz
  • Butter für die Form
  • Puderzucker

1. Heizt den Ofen vor: Umluft auf 160 Grad, ansonsten 180 Grad.

2. Fettet die Form, drückt den Teig als Boden in eine Springform, und zieht einen etwa 2,5 cm hohen Rand des Teigs an der Form hoch. Der Teig sollte nicht zu dünn sein, er muss der köstlichen Masse etwas Stabilität bieten.

3. Backt den Teig etwa 15 Minuten vor. Holte die Form dann aus dem Ofen und lasst den Teig etwas auskühlen.

4. Wascht die Johannisbeeren und zupft sie von den Stängeln ab. Schlagt die Eiweiße und die Prise Salz mit dem Schneebesen des Handrührgeräts steif und gebt nach und nach den Zucker dazu.

5. Mischt die Mandeln mit der Stärke, hebt alles mit einem Schneebesen per Hand unter die Eiweißmasse und vermengt beides gut miteinander. Dann gebt ihr die Johannisbeeren vorsichtig dazu. Sie sollten ganz bleiben und nicht platzen.

6. Verteilt die Masse gleichmäßig auf dem Teigboden und streicht sie glatt. Gebt den Kuchen auf der untersten Stufe in den Ofen und backt ihn etwa 40 Minuten. Da jeder Ofen anders ist, behaltet bitte den Kuchen im Blick und nehmt ihn falls nötig vorher heraus. Falls die Baisermasse zu braun wird, könnt ihr den Kuchen mit Backpapier abdecken (Vorsicht, die Form ist auch außerhalb des Ofens heiß!! Ich spreche aus Erfahrung…).

7. Zum Testen, ob der Kuchen gut ist, stecht mit einem Holz- oder Metallstäbchen in die Masse. Bei Herausziehen darf das Stäbchen noch leicht feucht sein, aber es sollten keine großen Krümel mehr daran hängen bleiben.

8. Wenn der Kuchen fertig ist, stellt den Ofen aus, und lasst den Kuchen etwa 10 Minuten bei geöffneter Ofenklappe etwas auskühlen. So fällt er nicht zusammen. Holt ihn aus dann aus dem Ofen und lasst ihn auf der Arbeitsfläche vollständig auskühlen.

9. Bestäubt den Kuchen mit Puderzucker, fertig! Und nun: Genießen…

Dazu passt ein doppelter Espresso Macchiato. Ich kann mir vorstellen, auch mit einem Rührteig wird dieser Kuchen gut. Was meint ihr? Welche Varianten wollt ihr ausprobieren?

Süße Grüße!

2 Comments

  1. Ein Faultier

    Das Foto sieht ja schon gut aus, aber in Echt ist das Ganze noch viel besser…

    Funktioniert übrigens nicht nur mit Espresso Macchiato, sondern auch mit Cappuccino richtig gut 🙂 .

    Süße Grüße aus DO

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