Ran an den Ofen, liebe Schwägerin: Hefe-Zupfbrot

Vor einiger Zeit habe ich hier mal berichtet, dass im Haushalt meines ältesten Bruders zwar hervorragend gekocht, aber eher wenig gebacken wird – weswegen er sich immer auf etwas Selbstgebackenes im Hause Kleines Törtchen freut. Diese Aussage muss ich inzwischen korrigieren. Gekocht wird bei meinem Bruder immer noch hervorragend (ich bettele ihn regelmäßig an, seinen italienischen Nudelsalat, seine Birnen-Camembert-Tarte und seine  Pasta mit sardischer Tomatensoße zu kochen). Glücklicherweise wird nun auch immer öfter gebacken (zum Beispiel köstliche Snickers-Kekse meiner Schwägerin). Anscheinend aber noch nicht oft genug, wenn es nach meinem Bruder geht. Bei seinem letzten Besuch bei uns gab es wie immer Kaffee und Selbstgebackenes, und er bat mich ausdrücklich, das Rezept dazu schnell online zu stellen und explizit zu schreiben, seine Frau solle das doch mal rasch nachbacken. Das würde den Druck steigern… Klar, kein Problem. Also, liebe Schwägerin, backe doch ganz bald das leckere Hefe-Zupfbrot, das wir neulich gemeinsam verputzt haben. Geht ganz einfach und ist ein echtes Passt-immer-Gebäck!

Inspiriert wurde ich dazu mal wieder von meiner liebsten Lektüre, der Lecker Bakery. Wahrscheinlich gibt es tausend Möglichkeiten, das Hefe-Zupfbrot mit verschiedenen Zutaten zu variieren: Rosinen, Zitronenschale, getrocknete Pflaumen… Meine Idee war, den Hefeteig mit Crème fraîche, Quittengelee, Zucker und Zimt zu verfeinern. Diese Mischung zieht beim Backen so richtig schön in den Teig und schmeckt sanft-cremig-fruchtig.

Hier das Rezept für eine kleine Kastenform:

Basis ist ein einfacher Hefeteig, mein Rezept dazu findet ihr hier.

Und außerdem braucht ihr noch:

4 große EL Crème fraîche

4 große EL Quittengelee

4 gestr. EL Zimt und Zucker

 

1. Bereitet den Hefeteig nach dem Rezept zu und rollt ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 Millimeter dick aus.

2. Bestreicht den Fladen mit der Crème fraîche, dem Quittengelee und streut den Zucker und den Zimt darauf.

3. Schneidet den Fladen in Quadrate, die in die Kastenform passen und stapelt diese wie einen kleinen Turm aufeinander. Gebt diesen “Turm” dann horizontal in die Kastenform. Einfacher ist es, wenn ihr die Kastenform auf die Seite hochkant stellt, dann rutschen die Teilstücke beim Befüllen der Form nicht so sehr.

4. Backt das Hefe-Zupbrot etwa 40 Minuten bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen. Da jeder Ofen sie anders ist, achtet bitte darauf, dass das Hefe-Zupfbrot nicht zu dunkel wird und nehmt es evtl. früher raus. Wenn der Rand leicht goldbraun ist, ist es gut.

5. Lasst das Hefe-Zupfbrot etwas auskühlen. Es sieht jetzt ein wenig wie eine Kraterlandschaft aus, die Creme und das Gelee haben sich zusammen mit dem Zucker beim Backen in eine feine Glasur verwandelt, die auf der Oberfläche leicht glänzt. Das Brot lässt sich jetzt mir den Händen ganz leicht auseinander zupfen. Nur ein wenig Butter drauf oder ganz pur…

Also, liebe Schwägerin, ist doch ganz easy, oder?

Süße Grüße!!

4 Comments

  1. Kathrin Birr

    Liebste Schwägerin, ich erinnere mich natürlich an Dein köstliches Gebäck – hhmmjammjammjamm…das wäre doch was für ein Sonntagsfrühstück im Bett mit köstlichem Kaffee, dabei ganz faul und in aller Ruhe Zeitung lesen und immer wieder ein kleines Stückchen zupfen! Herzliche Grüße und ein Küßchen für das Krümmelchen vom Kleinen Törtchen!
    P.S. Darf ich mir was wünschen? Es ist Apfelzeit und ich bekomme gefühlte ganze Plantagen-Ernten von meiner Mutter zugedacht – bitte poste doch ein Rezept zum Thema “A few apple a day keep the sadness away”

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