Souvenir aus Frankreich: Tarte au citron

Es ist schon wieder viel zu lang her, dass ich in Frankreich war – bei meinem letzten Besuch reichte es gerade für eine Stippvisite im französischen Supermarkt (mein Paradies!) im Elsass. Ich sollte mal wieder nach Südfrankreich fahren, Café Creme trinken und mich durch das gesamte französische Pâtisserie-Angebot schlemmen… Bis es soweit ist, ziehe ich meine Baskenmütze auf, schmeiße mich in mein Ringelshirt, höre Jean-Jacques Goldman und backe französische Spezialitäten.

Die Pâtisserien in Frankreich haben es mir angetan. Als ich nach dem Abitur ein Jahr in Valence in Südfrankreich verbachte, leistete ich mir selten so feines Gebäck aus diesen Backstuben. Ein luftiger Brioche oder ein cremiges Eclair waren eine Besonderheit für mich. Der echte Luxus aber war ein Stück der frischen Tarte au citron, der Zitronentarte. Obwohl die Dinge, die man im Ausland isst, zuhause nie so gut schmecken wie am “Original-Schauplatz”, habe ich mich dennoch an eine moderne Version der Tarte au citron gewagt. Schmeckt nämlich auch bei grauem Herbstwetter ein wenig nach Sommer…

Meine Tarteform habe ich verliehen, daher musste eine Kastenform herhalten. Und  statt der klassischen Zitronenscheiben habe ich die Tarte lieber mit etwas Schokolade verziert, um einen Gegenpol zur Säure zu schaffen.

Hier das Rezept für eine Kastenform:

Basis ist mein Mürbeteig, den ihr hier findet. Ihr braucht nur die Hälfte vom Teig, die andere Hälfte könnt ihr als Kekse oder andere Kuchen-Basis verwenden.

Und außerdem braucht ihr noch für die Zitronencreme:

  • 1 Zitrone
  • 50 g Zucker
  • 5 g Butter
  • 20 g Speisestärke
  • 1 Eigelb
  • 40 g weiße Schokolade

1. Bereitet den Mürbeteig nach dem Rezept zu und kühlt ihn etwa 30 Minuten im Kühlschrank. Rollt ihn dann aus und formt in der gefetteten Kastenform Boden und Rand.

2. Backt dies etwa 12 bis 15 Minuten bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen. Da jeder Ofen sie anders ist, achtet bitte darauf, dass der Boden nicht zu dunkel wird und nehmt ihn evtl. früher raus. Wenn der Rand leicht goldbraun ist, ist er gut.

3. Presst die Zitrone aus und füllt den Saft mit 175 ml Wasser auf. Gebt die Flüssigkeit in einen Topf und kocht sie mit Zucker und Butter auf. Rührt die Stärke mit ca. 4 EL kaltem Wasser glatt und bindet damit den köchelnden Sud unter kräftigem Rühren. Köchelt das Ganze etwa eine Minute weiter. Nehmt den Topf dann vom Herd nehmen und lasst die Masse ein paar Minuten auskühlen.

4. Verrührt das Eigelb mit 1–2 EL heißer Creme und gebt diese Ei-Masse dann unter die restliche Creme. Verteilt die Creme gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden, und stellt die Tarte in den Kühlschrank.

5. Schmelzt die weiße Schokolade im heißen Wasserbad und zieht mit einer Gabel feine Linien zur Verzierung auf die Tarte. Ich schmelze komischerweise immer zu viel Schoki, so dass das, was übrigbleibt noch lauwarm und löffelweise von mir vernichtet werden muss…

Habt ihr auch ein bestimmtes Gebäck, dass euch an eine besondere Zeit erinnert?

Süße Grüße!!

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